Disentis Sedrun an der Quelle des Rheins. Graubünden, Schweiz.

04.05.2018

Ernst Bromeis wird Ehren-Leuchtturmwärter 2018

Der Wasserbotschafter und Expeditionsschwimmer Ernst Bromeis wird „Ehrenwärter 2018“ des weltweit höchstgelegenen Leuchtturms Rheinquelle auf dem Oberalppass.

 

Mit dieser Wahl wird eine Brücke zwischen der Geschichte des Leuchtturms und den wichtigsten Anliegen von Ernst Bromeis und seiner Stiftung „Das Blauen Wunder“ geschlagen. Das Element Wasser ist sowohl für den Leuchtturm Rheinquelle wie auch für Ernst Bromeis von zentraler Bedeutung. Das leuchtende Wahrzeichen auf dem Oberalppass (2046 m ü. M.) markiert als poetische Bildikone symbolisch den Anfang des Rheins und soll als aktiver Botschafter der Regionen Surselva und Andermatt/Urserntal möglichst viele Menschen entlang des Rheins erreichen und berühren. Es ist ein Nachbau jenes Leuchtturms, der lange Jahre bei der Rheinmündung im niederländischen Hoek von Holland seinen Dienst versehen hat.

Juni 2018: Expeditionsschwimmer und Wasserbotschafter Ernst Bromeis ist Ehren-Leuchtturmwärter 2018
Mit einem flammenden Appell hat Ernst Bromeis anlässlich seiner Einsetzung als Leuchtturmwärter 2018 zu mehr Zurückhaltung und Vernunft im Umgang mit der endlichen Ressource Wasser aufgefordert. „Vieles verschwimmt, wird unklar, scheint uns zu entgleiten und davonzuschwimmen. Werte lösen sich auf und müssen neu definiert oder wiederentdeckt werden. Und dies geht am Besten am Ursprung des Ganzen, am Ursprung des Lebens – an den Quellen.“
 
An der Medienkonferenz stand das Referat „Die grosse Schneeschmelze“ von Ernst Bromeis im Zentrum – für ihn eine Metapher, die aufzeigt, dass gerade auch in unserer Zeit alles schmilzt, fluid wird und uns zu neuen Ufern aufbrechen lässt. 
 
Anschliessend wurden auf dem Oberalppass zwei Ausstellungen eröffnet, die eng mit den Aktivitäten des Wasserbotschafters und Expeditionsschwimmers verbunden sind. Im Infocenter RHEINQUELLE, vorübergehend in „Das blaue Wunder“ umbenannt, zeigt die Ausstellung „200 Seen im Kanton Graubünden“ eine grössere Anzahl unterschiedlichster Gegenstände, die Ernst Bromeis nach dem Durchschwimmen der rund 200 Seen seines Heimatkantons Graubünden gesammelt hat gezeigt: Karten, Fotografien, Ablaufpläne und 200 Flaschen mit dem jeweiligen Original-Seewasser. 
 
Der Leuchtturm Rheinquelle, wo während des vergangenen Jahres die Kinderzeichnungen des letztjährigen Malwettbewerbes mit Ted Scapa zu sehen waren, ist Plattform für zwölf grossformatigen Fotografien. „Von der Quelle zur Mündung – der Rheinschwimmer Ernst Bromeis“ nennt sich die Ausstellung mit den eindrücklichen Impressionen über das Rhein-Abenteuer von der Quelle zur Rheinmündung. 
 
Beide Ausstellungen werden bis Sommer 2019 zu sehen sein – der Leuchtturm Rheinquelle ist allerdings nur mit dem Roten Leuchtturmschlüssel zu besuchen. 

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